Moin!
Ich entschuldige mich jetzt schon einmal für die etwas reißerische Überschrift. Natürlich glaube ich nicht, dass LEGO morgen plötzlich verschwindet.
Doch gerade im Jahr 2026 wurden wieder unheimlich viele neue Sets, Themenwelten und Kooperationen vorgestellt. Und grundsätzlich finde ich diese Vielfalt natürlich cool. Gerade ich freue mich über einige der neuen Lizenzen und hoffe selbst noch auf Kooperationen mit Franchises, die ich persönlich sehr mag.
Trotzdem sehe ich die Entwicklung mittlerweile mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Denn langsam stelle ich mir die Frage: Wird das alles vielleicht einfach zu viel?
Legen wir los!
Immer mehr Lizenzen und immer mehr Sets
LEGO setzt mittlerweile extrem stark auf Lizenzthemen.
Bei lego besteht inzwischen ein großer Teil aus realen Automarken, Technic ist ebenfalls voll mit Lizenzfahrzeugen und gleichzeitig kommen immer weitere komplett neue Themenwelten dazu.
2026 haben wir beispielsweise große Ankündigungen rund um Pokémon, Dragon Ball und Hello Kitty beziehungsweise Sanrio bekommen.
Und versteht mich nicht falsch: Ich freue mich darüber.
Gerade Dragon Ball zeigt, welche völlig neuen Möglichkeiten sich zukünftig noch ergeben könnten. Gleichzeitig kommt zu all diesen neuen Themen aber natürlich weiterhin Star Wars, Marvel, Harry Potter, Disney und vieles mehr hinzu.
Irgendwann stellt sich deshalb die Frage, wie viel Auswahl eigentlich noch sinnvoll ist.
Ein ziemlich gutes Beispiel ist für mich die LEGO Botanicals Collection.
Ich bin seit Tag eins großer Fan der Reihe und hatte mir ursprünglich vorgenommen, wirklich jedes einzelne Set zu sammeln.
Am Anfang war das auch überhaupt kein Problem.
Es erschien über das Jahr verteilt eine überschaubare Anzahl an Blumen, Pflanzen und Sträußen. Man konnte sich auf jedes neue Modell freuen und die Sammlung Stück für Stück erweitern.
Mittlerweile sieht das anders aus.
Allein für Anfang 2027 werden laut den bisherigen Leaks schon wieder zahlreiche neue Botanicals Sets gehandelt. Aus einer kleinen besonderen Reihe entwickelt sich damit langsam eine riesige Produktwelt.
Und irgendwann komme selbst ich als Sammler an den Punkt, an dem ich sage: Ich muss nicht mehr jedes Botanicals Set besitzen. Ich kaufe nur noch die, die mir wirklich zu 100 Prozent gefallen.
Und genau darin sehe ich für LEGO langfristig auch ein mögliches Problem.
Wenn aus Sammlern, die früher möglichst vollständig gekauft haben, irgendwann Käufer werden, die nur noch jedes dritte oder vierte Modell mitnehmen, kann eine immer größere Auswahl am Ende sogar das Gegenteil von dem bewirken, was eigentlich geplant war.
Auch bei den großen Sets wird es immer extremer
Dasselbe Gefühl habe ich mittlerweile bei den richtig großen LEGO Sets.
Es gab natürlich auch früher schon teure Modelle. Ein UCS Millennium Falcon oder das große Hogwarts Schloss waren damals richtige Highlights.
Das waren Sets, über die man gesprochen hat, gerade weil solche riesigen Modelle nicht ständig erschienen sind.
Heute fühlt es sich teilweise so an, als würde fast jeden Monat irgendein neues Set jenseits der 200-Euro-Marke erscheinen.
Und da reden wir teilweise nicht mehr über 250 oder 300 Euro.
Sets wie Bruchtal liegen beispielsweise bei rund 500 Euro und andere Modelle gehen noch weit darüber hinaus.
Das Problem daran: Auch hier interessiert einen als Sammler vielleicht nicht nur eines davon.
Wenn innerhalb eines Jahres mehrere solcher Sets erscheinen und einen davon fünf oder sechs wirklich interessieren, reden wir plötzlich über Summen, die sich die wenigsten einfach mal nebenbei leisten können.
Und ich bekomme auch innerhalb der LEGO-Community immer häufiger das Gefühl mit, dass ich damit nicht alleine bin.
Die Sets sind teilweise großartig.
Man kann sie nur schlichtweg nicht alle kaufen.
Kann zu viel Auswahl irgendwann abschrecken?
Genau davor habe ich etwas Sorge.
Wenn LEGO seine Produktpalette immer weiter ausbaut, mehr Lizenzen dazunimmt und gleichzeitig bestehende Reihen mit immer mehr Sets versorgt, könnte irgendwann eine gewisse Reizüberflutung entstehen.
Man steht vor einem Regal voller großartiger Modelle und anstatt sich über die Auswahl zu freuen, weiß man irgendwann gar nicht mehr, womit man anfangen soll.
Und dann entscheidet man sich vielleicht nicht für drei Sets, sondern nur noch für eines.
Oder gar keines.
Natürlich ist das momentan nur meine persönliche Wahrnehmung. LEGO wird schon ziemlich genau beobachten, welche Reihen funktionieren und welche nicht.
Trotzdem erinnert mich diese Entwicklung zumindest ein kleines bisschen an die schwierigen Jahre rund um die späten 90er und frühen 2000er.
Nicht weil die Situation heute dieselbe wäre – das ist sie ganz klar nicht.
Aber auch damals hatte LEGO sich teilweise in sehr vielen Bereichen gleichzeitig versucht und sich damit ein Stück weit verzettelt.
Deshalb hoffe ich einfach, dass man bei der heutigen riesigen Produktpalette nicht irgendwann einen ähnlichen Punkt erreicht.
Mir fehlen mehr eigene LEGO Themenwelten
Was ich dabei fast noch etwas mehr vermisse, sind eigene LEGO Themen.
Natürlich haben wir weiterhin City, Friends und NINJAGO. Auch Technic gehört zu den großen Dauerbrennern, wobei dort mittlerweile ebenfalls sehr viele Lizenzfahrzeuge vertreten sind.
Wenn ich aber beispielsweise auf die Zeit ungefähr zwischen 2008 und 2015 zurückblicke, gab es gefühlt deutlich mehr eigene Welten.
Atlantis, Monster Fighters, Castle beziehungsweise Knights, Piratesund viele weitere Reihen hatten komplett eigene Figuren, Geschichten und Ideen.
Genau diese Zeit vermisse ich ein bisschen.
Ich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn LEGO zwischen all den großen Lizenzen wieder häufiger sagt: Wir bauen einfach unsere eigene neue Welt.

Eine neue Fantasy-Reihe, ein neues Abenteuer-Thema oder irgendetwas komplett Verrücktes, das nicht auf einer bestehenden Marke basiert.
Denn genau solche Themen haben für mich früher einen großen Teil des LEGO-Charmes ausgemacht.
Mein Fazit
Ich möchte mit diesem Artikel überhaupt nicht sagen, dass neue Kooperationen oder eine große Auswahl grundsätzlich schlecht sind.
Ganz im Gegenteil.
Ich freue mich auf Pokémon, Dragon Ball, Hello Kitty und sicherlich auch noch auf einige zukünftige Lizenzen.
Aber für mich ist langsam ein Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr automatisch denke: Mehr ist immer besser.
Gerade als Sammler kann eine riesige Auswahl irgendwann auch dafür sorgen, dass man sich stärker beschränkt.
Vielleicht wäre es deshalb manchmal gar nicht schlecht, einzelne Reihen wieder etwas kleiner und besonderer zu halten und gleichzeitig mehr Platz für neue eigene LEGO Themenwelten zu schaffen.
Aber das ist natürlich nur meine Sicht darauf.
Jetzt seid ihr dran: Wie seht ihr die Entwicklung?
Freut ihr euch darüber, dass LEGO mittlerweile so unglaublich viele Sets und Lizenzen anbietet, oder wird es euch langsam ebenfalls etwas zu viel?
Und vermisst ihr auch die Zeit mit mehr eigenen Themenwelten?
Schreibt mir eure Meinung gerne in die Kommentare!
Für den besten LEGO-Preisvergleich schaut beim Brick-Tracker vorbei : LEGO® Preisvergleich, Top Deals & Marktplatz | Brick-Tracker
Autor: Dante



