Zum Inhalt springen
Startseite » Was hat BARDOBRICK alles zu bieten? – Unser Besuch beim Spielwareninvestor

Was hat BARDOBRICK alles zu bieten? – Unser Besuch beim Spielwareninvestor

Moin,

am Freitag, den 23. Oktober, waren Nils und ich (Dante) zusammen im LEGO-Laden BARDOBRICK. Und zwar handelt es sich dabei um den Laden vom Spielwareninvestor Lars Conrad.

Was diesen Laden so besonders macht, was es dort alles zu entdecken gibt und wie wir unseren Besuch fanden, schauen wir uns heute einmal genauer an.

Legen wir los.

Was ist BARDOBRICK überhaupt?

BARDOBRICK ist ein auf LEGO spezialisiertes Geschäft von Lars Conrad, vielen wahrscheinlich besser bekannt als der Spielwareninvestor.
Der Laden befindet sich in Bardowick bei Lüneburg und bietet auf mittlerweile 155 Quadratmetern alles Mögliche rund um LEGO.
Und genau da liegt auch das Besondere.

Denn im Laden findet man nicht einfach nur die aktuellen Sets, die man genauso gut bei jedem anderen Spielwarenhändler kaufen könnte. Natürlich gibt es die auch. Dazu kommen aber gebrauchte Sets aus den verschiedensten Themengebieten, längst EOL gegangene Sets, Einzelteile, Minifiguren, Sonderteile und teilweise wirklich skurrile oder seltene Sammlerstücke.

Und genau das macht den Laden meiner Meinung nach interessant.
Denn dort findet man teilweise LEGO aus den vergangenen Jahrzehnten, alte Werbeartikel, besondere Promo-Sets, Produktionsmaterialien und andere Dinge, bei denen man teilweise erst einmal überlegen muss, was man da eigentlich gerade vor sich hat.

Unser erster Eindruck

Wir betraten den Laden kurz vor 20 Uhr und trafen zunächst auf den guten Arne und ein paar Kunden, die gerade miteinander gesprochen haben.
Also haben Nils und ich erst einmal ganz entspannt angefangen, uns umzuschauen.
Von den aktuellen Sets ging es zu den gebrauchten Modellen, weiter zu den Minifiguren und dann natürlich zu den ganzen Vitrinen mit den etwas spezielleren Sachen.

Ich hatte mir den Laden von der Größe her ungefähr so vorgestellt, wie er am Ende auch war. Nils hatte ihn vorher allerdings noch ein gutes Stück größer erwartet.
Was uns aber beide relativ schnell abgeholt hat, war die Auswahl.

Da standen beispielsweise noch originalverpackte Bionicle-Promo-Sets, alte LEGO-Schreibwaren und die verschiedensten Sondergegenstände aus den vergangenen Jahrzehnten. Dazu kamen ältere Sets, einzelne Figuren und Sachen, die man eben nicht einfach mal kurz bei Smyths oder im LEGO Store mitnimmt.
Und genau bei solchen skurrilen Sachen bin ich natürlich direkt hängen geblieben.

Mehr als nur ein Verkaufsraum

Was ich ebenfalls schön fand: Der Laden besteht nicht einfach nur aus Regalen, Kasse und fertig.
Es gibt auch einen Aufenthaltsbereich, in dem unter anderem ein Gästebuch liegt, in das sich verschiedene Creator und Besucher eingetragen haben. Man kann dort LEGO bauen oder sich verschiedene Bücher rund um LEGO anschauen.
Uns wurde vor Ort auch Wasser und Kaffee angeboten und allgemein herrschte eine sehr entspannte Atmosphäre.
Es fühlte sich teilweise weniger danach an, dass man einfach in einem Laden steht, sondern eher wie ein Treffpunkt für Leute, die alle dasselbe Hobby haben.

Nachdem wir uns einige Zeit umgeschaut hatten und ich mich meinerseits schon in einigen seltenen und ziemlich skurrilen Gegenständen verliebt hatte, fragten wir Arne, ob Lars an diesem Abend auch noch vorbeikommen würde.
Und tatsächlich hieß es: Der kommt später noch.
Also haben wir weitergestöbert.

Sind meine mysteriösen LEGO-Steine Prototypen?

Irgendwann kam dann auch Lars dazu.
Und ich hatte extra eine Handvoll ungewöhnlicher LEGO-Steine mitgebracht, bei denen ich schon länger wissen wollte, was es damit eigentlich auf sich hat.

Meine Frage war natürlich: Könnten das vielleicht Prototypen sein?
Und das Ganze wurde tatsächlich deutlich interessanter untersucht, als ich vorher erwartet hatte.

Lars schaute sich die Steine unter anderem mit einem Mikroskop genauer an und schickte Bilder davon auch noch an jemanden weiter, der sich mit solchen Sachen auskennt.
Am Ende war die Einschätzung, dass es sich mit ungefähr 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit um LEGO-Steine handelt, die jemand für ein eigenes Projekt nachträglich selbst modifiziert hat.

Also wahrscheinlich keine Prototypen.
Trotzdem fand ich die ganze Sache unheimlich interessant. Gerade weil auch Lars nicht direkt gesagt hat: „Nee, ist nichts“, sondern sich die Teile wirklich genauer angeschaut hat. Denn theoretisch können bei solchen ungewöhnlichen Stücken eben auch tatsächlich Prototypen oder Testteile auftauchen.

Und plötzlich war Ladenschluss

Richtung 22 Uhr kamen dann noch ein paar weitere Bekannte von Lars vorbei, unter anderem der Brickcaster.
Und obwohl mittlerweile eigentlich Ladenschluss war, standen wir noch ein gutes Stück länger zusammen und haben über LEGO, den Brick Tracker und alles Mögliche gequatscht.

Natürlich mussten am Ende auch noch Fotos mit Lars und dem Brickcaster gemacht werden.
Nur beim guten Arne haben wir es komplett verpennt.
Den haben wir tatsächlich nur zufällig auf unseren Aufnahmen vom Laden mit drauf. Also Arne: Beim nächsten Mal müssen wir das nachholen.

Wie sind die Preise bei BARDOBRICK?

Kommen wir zu einem Punkt, der wahrscheinlich viele interessiert: Wie sieht es preislich aus?
Meiner Meinung nach gut.
Die normalen, aktuell erhältlichen LEGO-Sets lagen größtenteils bei der UVP. Das ist für so einen spezialisierten kleineren Laden auch nicht wirklich überraschend.

Wesentlich interessanter fand ich die Preise bei den gebrauchten Sets.
Gerade bei den Modellen in den Vitrinen lagen viele entweder ungefähr auf dem aktuellen Marktpreis oder teilweise sogar darunter.
Und hier hat man natürlich einen Vorteil gegenüber irgendeinem zufälligen Angebot im Internet: Man weiß vor Ort, ob ein Set vollständig oder unvollständig angeboten wird, die Sachen wurden kontrolliert, man kann sie sich direkt anschauen und anschließend einfach mitnehmen.
Keine Versandkosten, kein Hoffen darauf, dass der Verkäufer wirklich alles eingepackt hat und kein Paket, das auf dem Weg halb zerquetscht wird.
Auch bei Minifiguren und den etwas ausgefalleneren Sammlerstücken fand ich die Preise insgesamt fair und am Markt orientiert.

Was habe ich gekauft?

Natürlich bin ich nicht mit leeren Händen nach Hause gegangen.
Ich habe mir ein paar kleinere, etwas skurrilere Stücke mitgenommen.
Darunter war unter anderem originales LEGO-Kunststoffgranulat in einer kleinen Ampulle, ein altes LEGO-Set aus dem Jahr 1958 und noch ein paar kleinere Spezialteile, die ich einfach interessant fand.
Nils entschied sich dagegen erst einmal für die kostenlose Variante: Staunen.

Eine komplette BrickHeadz-Sammlung an der Decke

Eines der wahrscheinlich beeindruckendsten Dinge im Laden hängt tatsächlich über einem.
Lars hat dort seine BrickHeadz-Sammlung in Schauvitrinen unter der Decke ausgestellt – originalverpackt. Und hier reden wir nicht einfach davon, dass jemand ein paar der normalen BrickHeadz gesammelt hat.

Lars ist schon seit Jahren für seine außergewöhnlich umfangreiche BrickHeadz-Sammlung bekannt. Dazu gehören auch einige der extrem seltenen Exemplare aus der Anfangszeit der Reihe, unter anderem die Comic-Con-Exclusives von 2016 und 2017, spezielle Store-Opening-Modelle und sogar der extrem seltene Nonnie BrickHeadz von der LEGO Inside Tour 2017.

Seine Sammlung war 2022 sogar im LEGO House in Billund ausgestellt.
Wer sich mit BrickHeadz beschäftigt, kann also alleine an dieser Stelle wahrscheinlich schon eine ganze Weile stehen und staunen.

Das extrem seltene Pharrell-Williams-Set

Doch es gibt noch ein anderes Stück, das mir besonders aufgefallen ist.
Und zwar geht es um LEGO Icons 10391 Over the Moon with Pharrell Williams.

Das reguläre Set entstand in Zusammenarbeit mit Pharrell Williams und zeigt eine schwarz-goldene Raumfähre mit einem farbigen Kondensstreifen. Dazu gehören Pharrell und seine Frau Helen Lasichanh als Minifiguren sowie eine große Auswahl verschiedener Minifiguren-Köpfe.
Aber genau diese normale Version meine ich nicht.

Bei BARDOBRICK steht eine ganz besondere Variante in einem schwarzen Koffer.
Und dieses Teil ist wirklich selten.
Es sollen nur 6 Stück weltweit von den Koffer geben.

Zu dieser Sonderpräsentation gehört unter anderem eine sogenannte Blueprint Box mit Pharrell-Williams-Patches und einem Poster.
Und Lars stellt seinen Koffer einfach im Laden aus.
Alleine für solche Sachen lohnt sich meiner Meinung nach das Herumstöbern dort schon.

Hat sich unser Besuch gelohnt?

Ja.

Ganz klar.

Von mir aus fährt man ungefähr eine Stunde nach Bardowick und das war es definitiv wert.
Die Leute vor Ort waren super nett. Dabei meine ich nicht nur Lars und Arne, sondern auch die Kunden und Leute, die später noch dazukamen.
Man konnte entspannt schnacken, es entstanden interessante Gespräche und allgemein hatte man nie das Gefühl, dass man möglichst schnell irgendetwas kaufen und anschließend wieder verschwinden soll.

Und genau das passt meiner Meinung nach auch zu so einem Laden. Natürlich bekommt man dort aktuelle LEGO-Sets.
Aber dafür würde ich persönlich nicht extra eine Stunde fahren.
Ich würde wegen der anderen Sachen hinfahren.

Wegen der gebrauchten Sets, den seltenen Minifiguren, alten Promo-Artikeln, Vintage-LEGO, kuriosen Einzelteilen und diesen Dingen, bei denen man vor der Vitrine steht und erst einmal denkt: „Was zur Hölle ist das denn?“

Genau darin liegt für mich der Reiz von BARDOBRICK.
Und ich kann mittlerweile auch nachvollziehen, warum der Laden Besuch von LEGO-Fans und Sammlern aus verschiedenen Ländern bekommt. Dort waren schon die unterschiedlichsten Creator und Sammler zu Gast und Lars hat einfach einige Dinge in seiner Sammlung und im Verkauf, die man sonst nur sehr schwer oder teilweise überhaupt nicht zu Gesicht bekommt.

Ich kann jedem LEGO-Fan empfehlen, dort zumindest einmal vorbeizuschauen.
Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass auch wir nicht das letzte Mal dort waren und Lars und Arne irgendwann wieder Hallo sagen.
Man sollte nur auf eine Sache vorbereitet sein:

Nehmt besser ein gut gefülltes Portemonnaie mit.
Nicht weil der Laden überteuert wäre – sondern weil die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch ist, dass man irgendeinen Blödsinn entdeckt, den man plötzlich unbedingt haben möchte.

Hier geht es zu Seinem  Instagram Account: https://www.instagram.com/der_spielwaren_investor?vrfl=MW9nYjllNzIxY3o5aQ==

Wart ihr selber schon einmal bei BARDOBRICK?

Und wenn ja: Was habt ihr dort gefunden und wie hat euch der Laden gefallen?

Schreibt es gerne in die Kommentare.

Für die besten LEGO-Preise und Angebote schaut hier vorbei: LEGO® Preisvergleich, Top Deals & Marktplatz | Brick-Tracker

Autor: Dante

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert