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LEGO Investment aus der Praxis: Diese EOL-Sets verkaufen sich gerade aus meinem Lager

LEGO Investment aus der Praxis

Was verkauft sich gerade eigentlich aus meinem LEGO-Lager?

Ich finde solche Artikel immer spannender als irgendeine theoretische Liste mit „den zehn besten LEGO Investments“. Deshalb heute einmal ganz praktisch: Welche Sets gehen bei mir aktuell tatsächlich aus dem Lager? Was läuft gut, was liegt länger – und was kann man daraus vielleicht für die eigene Strategie mitnehmen?

Meine Vorgehensweise ist dabei seit Jahren ziemlich simpel. Ich lege mir für ein Set einen Ziel-Einkaufspreis fest, kaufe möglichst mit richtig guten Rabatten und fasse die Sachen anschließend häufig ein bis zwei Jahre überhaupt nicht an. Das ist für mich kein „Get rich quick“, sondern eher Get rich slow.

Harry Potter läuft bei mir weiterhin sehr zuverlässig

Ein Set, das aktuell erstaunlich häufig rausgeht, ist der LEGO Harry Potter 76431 Hogwarts Schloss: Zaubertrankunterricht. Genau bei solchen kleinen Sets fand ich die Ausgangslage damals schon interessant: vernünftiger Einkaufspreis, bekannte Figuren und ein Thema, das seit Jahren funktioniert.

Ähnlich sieht es beim LEGO Harry Potter 76430 Eulerei auf Schloss Hogwarts aus. Das Set konnte man zeitweise mit ungefähr 38 bis 40 Prozent Rabatt kaufen. Wenn man so einkauft und anschließend einfach Geduld hat, muss der Verkaufspreis gar keine Wunder vollbringen.

LEGO Harry Potter 76431 Zaubertrankunterricht
LEGO Harry Potter 76430 Eulerei auf Schloss Hogwarts
LEGO City 60413 Feuerwehrflugzeug

LEGO City: langweilig auf dem Papier, aber oft genau deshalb gut

Auch das LEGO City 60413 Feuerwehrflugzeug verkauft sich bei mir. Für mich war das damals einfach ein schönes City-Set: Feuerwehr, Flugzeug, Kinder-Thema – nichts Exotisches, aber genau solche Modelle funktionieren häufig erstaunlich solide.

Auch hier war der wichtigste Punkt wieder der Einkauf. Wenn ich ein Set mit einem wirklich guten Rabatt bekomme, brauche ich später keine völlig verrückte Wertsteigerung, damit es interessant wird.

Marvel ist bei mir aktuell eher die Ausnahme

Bei Marvel sieht es dagegen momentan deutlich zäher aus. Das heißt nicht, dass dort gar nichts verkauft wird. Der LEGO Marvel 76290 Avengers vs. Leviathan geht beispielsweise durchaus raus.

Insgesamt liegen einige Marvel-Sets bei mir aber deutlich länger als Harry Potter oder City. Genau das gehört für mich beim Investieren dazu. Nicht jedes Thema und nicht jedes Set entwickelt sich gleich schnell. Deshalb würde ich niemals alles auf ein einziges Set oder eine einzige Themenwelt setzen.

One Piece: Luffy darf ruhig noch liegen

Ein interessantes Beispiel ist die LEGO BrickHeadz 40799 Monkey D. Luffy Figur. Davon konnte ich damals einige sehr günstig bekommen. Die liegen jetzt ungefähr ein Jahr – und das ist für mich überhaupt kein Problem.

One Piece hat eine enorme Bekanntheit und durch die Serie zusätzlich viel Aufmerksamkeit. Deshalb habe ich hier persönlich überhaupt keinen Zeitdruck. Wenn ein Set nach zwölf Monaten noch nicht komplett durch die Decke gegangen ist, ist das für mich kein schlechtes Investment.

Dinosaurier funktionieren für mich weiterhin

Gestern hatte ich erst wieder mit jemandem aus dem Chat darüber gesprochen: Dinosaurier verkaufen sich eigentlich immer irgendwie. Ein gutes Beispiel ist der LEGO Jurassic World 76948 T. rex & Atrociraptor: Dinosaurier-Ausbruch.

Auch hier gilt für mich aber dieselbe Regel: Der Gewinn wird beim Einkauf gemacht. Wenn ich zu teuer einkaufe, rettet mich später auch ein gutes Thema nicht automatisch. Kaufe ich dagegen mit starkem Rabatt, habe ich viel mehr Luft.

Meine Strategie: Zeit statt Hype

Das ist eigentlich die komplette Idee hinter meiner Strategie. Ich versuche nicht vorherzusagen, welches Set in sechs Monaten explodiert. Ich möchte vernünftig einkaufen, diversifizieren und Zeit mitbringen.

Natürlich gibt es immer Sets, bei denen man sich später ärgert, nicht mehr gekauft zu haben. Bei anderen ist man froh, dass man nur wenige Exemplare bekommen hat. Und manchmal liegt ein Fehler eben sechs oder acht Jahre im Lager, bevor er sich vernünftig entwickelt.

Aber genau deshalb verteile ich mein Kapital auf viele unterschiedliche Sets und Themen. So bin ich nicht davon abhängig, dass ein einzelnes Modell unbedingt funktionieren muss.

LEGO Investment ist für mich „Get rich slow“

Ich vergleiche das für mich persönlich gerne mit einem langfristigen ETF-Ansatz. Bei Aktien spricht auch niemand davon, nach sechs Monaten reich zu sein. Für mich funktioniert LEGO ähnlich: kaufen, liegen lassen und nicht jeden Tag nervös auf den Preis schauen.

Bei meinen eigenen abgeschlossenen LEGO-Käufen und Verkäufen hat diese Strategie über längere Zeiträume bisher sehr gut funktioniert – auch wenn ich Lagerung, Verkaufsgebühren und andere Nebenkosten berücksichtige. Das ist natürlich meine persönliche Erfahrung und keine Garantie, dass jedes Set oder jedes Portfolio genauso läuft.

Genau deshalb finde ich Daten so wichtig. Im Brick-Tracker Investment-Tool könnt ihr eure Sets mit Einkaufspreis und Stückzahl hinterlegen und anschließend verfolgen, wie sich eure Sammlung beziehungsweise euer Lager entwickelt.

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Mein Fazit

Wenn ich mir die Verkäufe aus meinem Lager aktuell anschaue, bestätigt sich für mich wieder genau das, was ich seit Jahren mache: guter Einkaufspreis, viele unterschiedliche Sets und Geduld.

Man braucht nicht bei jedem Investment den einen perfekten Treffer. Wenn genügend Sets solide funktionieren und man den schlechten Käufen Zeit geben kann, wird das Ganze für mich viel entspannter. Und genau deshalb bleibt meine Strategie weiterhin: günstig kaufen, diversifizieren und anschließend einfach liegen lassen.

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