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Wir waren auf der POLARIS 2026 – wie war es? Cyberpunk Edgerunners Weltpremiere

Moin!

Am vergangenen Wochenende, vom 9. bis zum 11. Oktober 2026, war ich auf der POLARIS in Hamburg unterwegs. Drei Tage voller Gaming, Anime, Manga, Cosplay, Bühnenprogramm und wirklich vielen interessanten Leuten.

Für mich war es das erste Mal auf einer Veranstaltung in dieser Größenordnung. In der Vergangenheit war ich zwar schon beim Skærbæk Fan Weekend und auf einigen kleineren Messen unterwegs, aber die POLARIS war noch einmal eine ganz andere Hausnummer.
Wie war die Messe, lohnt sie sich auch für Leute außerhalb der klassischen Anime-Bubble und was hatte das Ganze überhaupt mit LEGO beziehungsweise dem Brick-Tracker zu tun?

Legen wir los!

Was ist die POLARIS überhaupt?

Die POLARIS ist eine große Gaming-, Anime-, Manga-, Cosplay- und Popkultur-Convention in Hamburg und mittlerweile eine der größten Veranstaltungen dieser Art im Norden.
2026 kamen über das Wochenende rund 55.000 Besucher in die Hamburger Messehallen. 

Die Messe selbst ist dabei ziemlich breit aufgestellt. Anime und Manga nehmen einen großen Bereich ein, daneben gibt es Gaming, Indie-Games, Tabletop, Pen & Paper, TCG, Cosplay, Creator, Retro-Gaming und eine große Artist Alley.
Und genau diese Mischung hat mir ziemlich gut gefallen.

Und was hat die POLARIS mit LEGO zu tun?

Die Frage kann ich dieses Jahr leider ziemlich schnell beantworten: Nicht besonders viel.

LEGO selbst war nicht als Aussteller vertreten.
Auf dem Retro-Flohmarkt in der oberen Etage gab es zwar ein paar Händler, die auch LEGO Sets oder andere LEGO Artikel angeboten haben, aber einen richtigen LEGO Stand oder eine größere LEGO Aktion gab es nicht.
Trotzdem könnte die Messe zukünftig auch für LEGO Fans ziemlich interessant werden – dazu aber später noch etwas mehr.

Für wen ist die POLARIS etwas?

Eine Sache hat mich tatsächlich etwas überrascht: Man muss gar nicht zwingend riesiger Anime-Fan sein, um dort Spaß zu haben.

Ich habe mich während des Wochenendes mit mehreren Leuten unterhalten, die aktuell kaum oder teilweise überhaupt keine Anime schauen. Die kommen trotzdem zur POLARIS, weil sie die Atmosphäre mögen, Leute mit ähnlichen Interessen treffen und einfach ein Wochenende unter anderen Nerds verbringen möchten. Natürlich ist die Messe perfekt, wenn ihr Anime, Manga, Gaming oder japanische Popkultur mögt.

Aber auch außerhalb davon gab es unheimlich viel zu sehen. Bei den Cosplays war beispielsweise alles Mögliche vertreten: Anime, Marvel, DC, Star Wars, Herr der Ringe, Videospiele und vieles mehr.

Ein paar Cosplayer werde ich euch hier auch auf Bildern zeigen. Ich habe zwar deutlich mehr Fotos gemacht, verwende aber natürlich nur die, bei denen ich weiß, dass ich die entsprechende Erlaubnis zur Veröffentlichung habe.

Von Nintendo bis Artist Alley

Die Messefläche selbst war wirklich bunt gemischt.
Es gab eine große Gaming- und Indie-Area mit vielen kleineren Entwicklerstudios, bei denen man die Spiele direkt ausprobieren konnte. Dazu kamen auch größere Namen und Stände, unter anderem Nintendo, Shakes & Fidget und verschiedene weitere Gaming-Unternehmen.
Gerade Nintendo hatte einen ziemlich großen Auftritt.

Zusätzlich gab es eine Retro-Ecke, in der alte Konsolen und Computer aufgebaut waren und man Spiele teilweise noch auf der originalen Hardware ausprobieren konnte.

Daneben standen Unternehmen und Marken wie HOLY, ADN, Paulberger, congstar oder der NDR auf der Messe. Auch verschiedene Creator hatten eigene Stände.

Es gab sogar Bereiche, in denen man beispielsweise einen Sehtest machen oder sich über Themen wie Blutkrebs und Vorsorge informieren konnte.

Und natürlich gab es noch jede Menge Essen und Verkaufsstände.
Von Anime-Figuren über Manga und Bücher bis hin zu Dekorationen, Replika-Schwertern und Merchandise konnte man dort ziemlich viel Geld loswerden.
In der Artist Alley wiederum haben kleinere Künstler und Creator ihre eigenen Produkte angeboten – unter anderem Artworks, Cosplay-Zubehör, Pen-&-Paper- und Tabletop-Sachen.

Auch TCG war stark vertreten. Gerade Pokémon, Yu-Gi-Oh! und Magic: The Gathering waren überall zu finden.
Die Preise waren dabei mal ziemlich fair und mal so hoch, dass ich mich schon gefragt habe, wie man auf diese Summe gekommen ist.

Das Bühnenprogramm war eines meiner Highlights

Was mir wirklich gut gefallen hat, war das Bühnenprogramm.
Über alle drei Tage hinweg fanden auf verschiedenen Bühnen immer wieder Anime-Quizzes, Talks und kleinere Formate statt.
Auf der Content Creation Stage gab es Workshops und Gespräche zu Social Media, Cosplay, Pen & Paper, TCG und natürlich zum Leben als Creator.

Auf der Main Stage wurde es dann noch einmal größer.
Dort gab es unter anderem Creator-Auftritte, Synchronsprecher, Verlosungen, einen Cosplay-Wettbewerb, das große POLARIS-Verstecken und auch die Loot für die Welt Charity-Auktion. 
Man konnte eigentlich den ganzen Tag über irgendwo sitzen und sich etwas anschauen.

Die QR-Code-Jagd durch die komplette Messe

Eine Sache, die ich so auf einer Convention bisher noch nicht erlebt hatte, war die große Sticker- beziehungsweise QR-Code-Jagd über die POLARIS-App.
Über die komplette Messe waren knapp 150 verschiedene Codes beziehungsweise Sticker verteilt.

Diese konnte man mit der App scannen und dafür EP sammeln. Manche brachten nur wenige Punkte, andere deutlich mehr.
Mit steigenden Leveln wurden anschließend verschiedene Rewards freigeschaltet.
Darunter waren beispielsweise Magic: The Gathering und Lorcana, Snacks, kleinere Geschenke und andere Goodies. Insgesamt gab es jede Menge unterschiedliche Sachen, die man sich über das Wochenende erspielen konnte. Auch große Verlosungen gehörten zur App-Aktion. 

Das hat tatsächlich Spaß gemacht, weil man dadurch automatisch Bereiche der Messe besucht hat, an denen man ansonsten vielleicht einfach vorbeigelaufen wäre.

Ein kleiner Kritikpunkt war für mich allerdings die Verfügbarkeit.
Gerade am Sonntag waren einige Rewards bereits komplett weg beziehungsweise die vorgesehenen Kontingente aufgebraucht.

Trotzdem: Die Idee an sich fand ich richtig cool.

Alles, was ich über das Wochenende gekauft oder kostenlos bekommen habe, zeige ich euch übrigens noch einmal separat in einem POLARIS-Haul.

Cyberpunk: Edgerunners 2 – ein ganz besonderes Screening

Mein erstes großes Highlight fand bereits am Freitagabend statt. Auf der Main Stage wurde die erste Folge von Cyberpunk: Edgerunners 2noch vor dem offiziellen Start gezeigt.

Genauer gesagt handelte es sich um die Welt Primäre der ersten Episode, auf Deutsch mit englischen Untertiteln. Einlass war ab 19:30 Uhr, das eigentliche Screening begann um 20:15 Uhr. 
Über die App-Rallye konnte man sich das notwendige Teilnahmebändchen sichern. Zusätzlich musste man natürlich volljährig sein und ein entsprechendes 18+-Bändchen besitzen.
Ich hatte das Glück, dabei sein zu können.

Vor Ort habe ich mich mit Desukiri (@desukiri) getroffen, einem Creator aus dem Anime- und Manga-Bereich. Er war auch offiziell als Creator auf der POLARIS gelistet. 
Zum Inhalt der Episode werde ich hier natürlich nichts spoilern.
Und Fotos oder Videos vom eigentlichen Screening gab es ebenfalls keine – das war verständlicherweise streng untersagt.
Danach wurde noch mit Beteiligten über die Produktion und die deutsche Synchronisation gesprochen.
Eigentlich sollte das Ganze gegen 21 Uhr vorbei sein, durch kleinere Verzögerungen waren wir am Ende ungefähr bis 21:30 Uhr vor Ort.
Für mich auf jeden Fall ein richtig cooles Erlebnis.

DEV to CREATOR – und plötzlich war der Brick-Tracker mittendrin

Am Samstag folgte dann für mich wahrscheinlich eines der interessantesten Erlebnisse des gesamten Wochenendes.

In der Indie Area in Halle B7 fand von 19 bis 21 Uhr das DEV to CREATOR Meetup statt.

Dabei handelte es sich um ein geschlossenes Networking-Event für Entwickler, Publisher und Creator. Der Bereich wurde nach Messeschluss abgesperrt und eingeladene beziehungsweise registrierte Gäste konnten sich dort bei Essen und Getränken kennenlernen und austauschen. 

Und tatsächlich habe ich es durch meine Arbeit beim Brick-Tracker geschafft, dort mit dabei zu sein.
Ich war dort zwar einer der wenigen ohne klassischen Creator-Ausweis, aber das war überhaupt kein Problem.
Ich habe verschiedene Indie-Games ausprobiert und mich mit Entwicklern, Publishern, Creatorn und Synchronsprechern unterhalten.
Unter anderem konnte ich mich auch mit Sven Plate, der deutschen Stimme von Bugs Bunny, unterhalten. 
Auch mit verschiedenen Publishern aus Deutschland und dem Ausland entstanden interessante Gespräche darüber, wie ihre Spiele und Projekte überhaupt zustande gekommen sind.

Und natürlich kam irgendwann auch LEGO zur Sprache.
Manche kannten sich damit selbst aus und fanden unsere Arbeit beim Brick-Tracker interessant, andere hatten mit LEGO bislang kaum Berührungspunkte, wollten aber trotzdem wissen, was wir genau machen.
Genau für solche Gespräche finde ich solche Veranstaltungen unglaublich spannend.

Goodie-Bags und ein entspannter Abend

Das DEV to CREATOR Meetup selbst war dabei ziemlich locker.
Es gab keinen großen Ablauf, keine Präsentation und keinen Zwang, irgendwelche Gespräche führen zu müssen. Man konnte sich einfach etwas zu essen und zu trinken holen und mit den Leuten quatschen.
Für die Teilnehmer gab es außerdem ein Goodie-Bag mit unter anderem einem Notizbuch, einem exklusiven Event-Shirt und einigen kleineren Sachen.

Zum Abschluss gab es zusätzlich noch eine größere Goodie-Box mit verschiedenen Snacks und Produkten, die ich vom Warenwert ungefähr im Bereich von 30 bis 40 Euro einschätzen würde.
Auch das zeige ich euch später noch einmal genauer im Haul.

Ich hoffe wirklich, dass wir als Brick-Tracker zukünftig häufiger die Möglichkeit bekommen, bei solchen Creator- und Networking-Veranstaltungen dabei zu sein.
Nicht nur wegen der Goodies – sondern vor allem, weil man dort Kontakte knüpfen und hinter die Kulissen schauen kann.

Könnte LEGO zukünftig auf der POLARIS auftauchen?

Und damit kommen wir noch einmal zurück zu LEGO.
Denn auch wenn LEGO 2026 praktisch nicht auf der Messe vertreten war, würde es mich überhaupt nicht wundern, wenn sich das in den kommenden Jahren ändert.
Die POLARIS wächst weiter, 2026 waren rund 55.000 Besucher dabei und gerade der Gaming-Bereich nimmt mittlerweile ziemlich viel Platz ein. 

Nintendo war groß vertreten und gleichzeitig rückt LEGO selbst immer stärker in Bereiche vor, die perfekt zur POLARIS passen. Wir haben LEGO Videospiele, Kooperationen mit Pokémon, mittlerweile Dragon Ball und weitere Marken aus dem japanischen Popkultur-Bereich.
Es hätte mich beispielsweise überhaupt nicht überrascht, wenn dort das LEGO Batman Game gezeigt worden wäre oder LEGO gemeinsam mit Nintendo beziehungsweise Pokémon einen Auftritt gehabt hätte.
Vielleicht sehen wir also schon in den kommenden Jahren wesentlich mehr LEGO auf solchen Veranstaltungen.
Und genau deshalb könnte die POLARIS zukünftig auch für uns beim Brick-Tracker noch interessanter werden.

Was kostet das Wochenende?

Ganz unwichtig ist natürlich auch der Eintritt nicht.

Das reguläre 3-Tage-Ticket kostete 82 Euro. Die einzelnen Tagestickets lagen bei 39 Euro für Freitag, 45 Euro für Samstag und 42 Euro für Sonntag. Das HVV-Ticket war jeweils bereits enthalten. 
Ich hatte zusätzlich einen 10-Prozent-Creator-Code und bin dadurch für das komplette Wochenende auf knapp 74 Euro gekommen.

Und nach diesen drei Tagen kann ich sagen: Das war es mir definitiv wert.

Mein Fazit zur POLARIS 2026

Für mich war die POLARIS wirklich ein voller Erfolg.
Sie war ungefähr so, wie ich sie mir vorgestellt hatte: abwechslungsreich, bunt, teilweise komplett verrückt und vor allem voller Leute, die für irgendwelche nerdigen Themen brennen.
Auch von verschiedenen Creatorn und Besuchern, mit denen ich gesprochen habe, habe ich sehr viel Positives gehört.

Was dabei häufiger fiel: Im Vergleich zu manchen anderen großen Conventions ist die POLARIS zwar voll, aber noch nicht so extrem überlaufen, dass man sich nur noch durch Menschenmassen schiebt.
Das kann ich zumindest für dieses Wochenende ebenfalls so unterschreiben.
Am Samstag war es schon ziemlich voll.

Freitag und Sonntag fand ich dagegen wesentlich entspannter. Wer einfach einmal einen Tag ausprobieren möchte, dem würde ich deshalb persönlich eher einen dieser beiden Tage empfehlen.

Für mich steht jedenfalls fest: 2027 möchte ich wieder dabei sein.

Und mit etwas Glück und natürlich auch dank eurer Unterstützung vielleicht dann noch stärker aus der Creator- beziehungsweise Presseperspektive, damit wir euch noch mehr hinter den Kulissen zeigen können.

Ein separater Haul mit meinen Einkäufen und sämtlichen Goodies folgt ebenfalls noch.

Auch auf Instagram und TikTok werden nach und nach weitere Videos von der POLARIS erscheinen. Mich hat nach dem Wochenende leider eine kleine Grippe erwischt und meine Stimme ist momentan nicht gerade für eine Oscar-reife Vertonung geeignet. Deshalb kommen einige Videos ein paar Tage später als ursprünglich geplant.

Jetzt seid ihr dran: Wart ihr auf der POLARIS 2026?
Wart ihr vielleicht schon in den vergangenen Jahren dort oder überlegt ihr, 2027 einmal hinzufahren?
Und wie steht ihr generell zu solchen Gaming-, Anime- und Popkultur-Conventions?

Schreibt mir alles gerne in die Kommentare!

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Autor: Dante

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