Steiff x Pokémon Pikachu: So hatte ich mir den Verkaufsstart nicht vorgestellt
Eigentlich wollte ich am 24. Juli einfach nur ein Pikachu kaufen. 350 Euro sind ohne Frage viel Geld für eine 21 Zentimeter große Figur. Aber hier treffen Pokémon und Steiff aufeinander, zwei Marken mit riesigen Fan- und Sammler-Communitys. Dazu kommt die weltweite Limitierung auf gerade einmal 1.996 Exemplare – passend zum Pokémon-Startjahr 1996.
Für mich waren das genug Gründe, trotz des Preises zuzuschlagen. Das Problem: Ich habe den Shop während des Verkaufsstarts praktisch nie funktionierend gesehen.
Stundenlang warten – und am Ende trotzdem nichts kaufen
Steiff hatte den Verkaufsstart vorher groß angekündigt. Die ersten 350 nummerierten Exemplare sollten exklusiv über Steiff online und in den eigenen Shops erhältlich sein.
Am Freitagmorgen begann dann das Chaos. Die Webseite war zeitweise nicht erreichbar, es gab Wartungsarbeiten und Fehlermeldungen. Auf Instagram wurde kommuniziert, dass man an den technischen Problemen arbeite. Später hieß es sinngemäß, dass der Shop bald wieder verfügbar sein sollte.
Nur: Bei mir passierte nichts.
Ich bekam immer wieder Fehlermeldungen beziehungsweise eine nicht erreichbare Seite zu sehen. Andere Käufer hatten offenbar etwas mehr Glück und kamen zumindest so weit, dass Pikachu im Warenkorb lag. Aber auch dort scheiterte der Kauf teilweise im Checkout.
Und irgendwann waren die ersten Exemplare einfach weg.
350 Exemplare treffen auf Pokémon-Hype
Dass 350 Pikachus bei einer weltweiten Fanbase nicht lange reichen würden, war vorher klar. Das Problem war für mich deshalb nicht die Limitierung allein. Problematisch war die Kombination aus extremem Hype, groß angekündigtem Verkaufsstart und einer technischen Plattform, über die viele Fans schlicht keine faire Möglichkeit bekamen, ihren Kauf abzuschließen.
Genau dadurch bleibt am Ende vor allem Frust hängen.
Besonders bitter wurde es kurz danach beim Blick auf eBay und Kleinanzeigen. Dort tauchten die ersten Figuren bereits zu Preisen von teilweise weit über 1.000 Euro auf.
Natürlich weiß niemand, wie viele der 350 Stück tatsächlich gezielt zum Weiterverkauf gekauft wurden. Wenn man aber unmittelbar nach so einem Launch zahlreiche Angebote für 1.100, 1.300 Euro oder noch mehr sieht, entsteht zumindest bei mir schnell der Eindruck, dass ein Teil der Figuren nicht bei den Fans gelandet ist, für die so ein Sammlerstück eigentlich gedacht war.
Eigentlich hatte das Pikachu alles für ein besonderes Sammlerstück
Und genau das finde ich schade. Das Konzept gefällt mir nämlich weiterhin.
- weltweit nur 1.996 Exemplare
- 21 Zentimeter großes Pikachu
- gelbes Mohair
- vergoldeter Steiff „Knopf im Ohr“
- zwei extrem bekannte Sammlermarken treffen aufeinander
- Limitierung passend zum Pokémon-Jahr 1996
350 Euro sind teuer, aber bei Pokémon, Steiff und dieser Limitierung konnte ich durchaus verstehen, warum das Produkt seine Käufer finden würde. Genau deshalb wollte ich selbst eines haben.
Medial hat der Launch also hervorragend funktioniert. Technisch war es aus meiner Sicht dagegen ein absolutes Desaster.
Am 3. August gibt es die nächste Chance
Zum Glück waren die ersten 350 Exemplare nicht die komplette Auflage. Insgesamt werden 1.996 Pikachus produziert. Ab dem 3. August 2026 soll die nächste Welle über ausgewählte Handelspartner verkauft werden.
Welche Händler das genau sein werden und wie die Stückzahlen verteilt werden, ist aktuell noch nicht vollständig bekannt.
Für mich heißt das: Ich werde es noch einmal versuchen. 1.100 oder 1.300 Euro auf dem Zweitmarkt werde ich für das Pikachu aber definitiv nicht bezahlen.
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Mein Fazit
Das Steiff Pikachu hätte für mich ein richtig schöner Sammler-Launch werden können. Stattdessen blieb nach Stunden vor einer nicht funktionierenden Webseite vor allem Frust.
Limitierte Produkte sind immer schwierig. Aber wenn ein Produkt vorher massiv beworben wird, sollte der eigentliche Kaufprozess zumindest funktionieren.
Jetzt bleibt die Hoffnung auf den 3. August. Vielleicht bekommen dann tatsächlich noch einige der Fans eine Chance, die Pikachu auch wirklich behalten möchten.