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LEGO Star Wars UCS 75442 N-1 Starfighter in der Naboo-Variante im Review

Moin!

Heute schauen wir uns etwas wirklich Besonderes im Review an. Und zwar den LEGO Star Wars UCS N-1 Starfighter des Mandalorianers 75442– allerdings nicht so, wie LEGO ihn eigentlich herausgebracht hat.

Denn der gute Patrick, besser bekannt als Brix just4me, hat das komplette Modell für seinen ehemaligen Onlineshop Brixpando umgebaut und aus Mandos ramponiertem N-1 wieder den klassischen gelben Naboo N-1 Starfighter aus Star Wars: Episode I und II gemacht.

Und ich kann direkt vorwegnehmen: Das Ergebnis sieht wirklich hammergeil aus.
Schauen wir uns das Ganze einmal genauer an.

Legen wir los!

Aus Mandos N-1 wird wieder ein Naboo Starfighter

Das Erste, was natürlich sofort auffällt, ist die komplett veränderte Farbgebung.
Beim offiziellen UCS-Modell von LEGO besteht ein Großteil des Raumschiffs aus verschiedenen Grau- und Silbertönen, passend zu Mandos umgebauter und ziemlich mitgenommener Version aus The Book of Boba Fett und The Mandalorian.

Hier sieht das Ganze vollkommen anders aus.
Ein großer Teil dieser grauen Elemente wurde gegen Gelb ausgetauscht und dadurch bekommen wir wieder den klassischen Look des Naboo N-1 Starfighters, mit dem wahrscheinlich sehr viele Star-Wars-Fans aufgewachsen sind.

Brixpando gibt selbst an, dass für den Umbau knapp unter 800 Steinebenötigt werden. Dabei werden nicht einfach nur ein paar graue Teile gelb gemacht: Die Lücken des gebrauchten Mando-Starfighters werden geschlossen, der hintere Bereich überarbeitet, der externe Hyperantrieb auf der Unterseite entfernt und die beiden Triebwerke komplett neu aufgebaut. 
Und genau das merkt man dem fertigen Modell auch an.

Die Farben funktionieren unheimlich gut

In der eigentlichen Filmvorlage besteht der N-1 natürlich aus dem bekannten Gelb in Kombination mit stark glänzenden beziehungsweise verchromten Flächen.
Genau da kommt bei LEGO allerdings ein Problem ins Spiel.

LEGO produziert seit vielen Jahren praktisch keine normalen Chromteile mehr. Dementsprechend lässt sich das Original nicht einfach eins zu eins in Chrom nachbauen.
Beim Umbau kommen deshalb Metallic Silver, Grau und Gelb zum Einsatz.
Brixpando erklärt selbst, dass gerade bei den Triebwerken nicht genügend passende Elemente in Metallic Silver verfügbar sind. Deshalb sind die vorderen beziehungsweise silbernen Bereiche teilweise in normalem Hellgrau umgesetzt. 

Natürlich wäre richtiges Chrom noch einmal eine ganz andere Hausnummer.
Trotzdem finde ich die Kombination extrem gelungen.
Gerade das knallige Gelb mit den Metallic-Silver-Flächen fällt sofort ins Auge und unterscheidet das Modell auch wunderschön von diesem typischen Grau-in-Grau, das wir bei Star Wars nun einmal ziemlich häufig haben.

Die Form ist wirklich hervorragend getroffen

Gehen wir einmal von vorne über das komplette Modell.

Die lange, schmale Spitze des N-1 wurde sehr schön übernommen und geht sauber in den breiteren Mittelteil über.
Was mir dabei besonders aufgefallen ist, sind die Spaltmaße.
Denn bei diesem Umbau musste Patrick mit unheimlich vielen unterschiedlichen Winkeln arbeiten. Ein Großteil der Oberfläche besteht aus glatten gelben Tiles, Curved Slopes und anderen Elementen, die irgendwie in diese organischen Formen des N-1 gebracht werden müssen.
Und dafür steckt unter der Oberfläche teilweise eine ziemlich wilde Konstruktion.

Trotzdem bleiben die Spalten zwischen den einzelnen angewinkelten Flächen erstaunlich klein.
Gerade wenn man bedenkt, welche Spaltmaße teilweise selbst bei offiziellen LEGO Sets entstehen, finde ich das hier wirklich stark umgesetzt.
Auf den Bildern sieht man das besonders schön im Übergang von der gelben Mittelpartie zu den silbernen Tragflächen: Viele einzelne Winkel treffen dort aufeinander, aber die gesamte Silhouette wirkt trotzdem sehr geschlossen.

Das Cockpit wurde ebenfalls komplett angepasst

Auch beim Cockpit wurde nicht einfach die ursprüngliche Mando-Version übernommen.
Beim offiziellen 75442 sitzt Din Djarin natürlich in seinem entsprechend angepassten Cockpit. Für den Naboo-Umbau wurde dieser Bereich wieder stärker an den klassischen N-1 angepasst.
Dadurch wirkt das Cockpit insgesamt wesentlich sauberer und passt viel besser zum Look aus Episode I.
Und auch der Bereich direkt dahinter wurde verändert.

Dort, wo beim N-1 des Mandalorianers Grogu unter seiner kleinen Kuppel sitzt, befindet sich beim ursprünglichen Naboo Starfighter natürlich der Platz für einen Astromech-Droiden.
Patrick hat diesen Bereich deshalb wieder entsprechend umgebaut.
Für das Modell hier wurde sogar der große bedruckte R2-D2-Kopf aus dem LEGO Star Wars Polybag 30611 von 2017 verwendet. Dieser 4×4-Halbkugel-Print passt von der Größe ziemlich gut zum UCS-Maßstab und macht den hinteren Bereich meiner Meinung nach noch einmal deutlich stimmiger.
Gerade auf den Nahaufnahmen sieht das richtig gut aus.

Auch das Heck passt

Folgen wir dem Rumpf weiter nach hinten, bleibt die Form weiterhin sehr stimmig.
Die lange hintere Spitze läuft sauber aus dem Hauptkörper heraus und auch dort fällt eigentlich nicht auf, dass wir hier keinen offiziellen LEGO Entwurf vor uns haben.

Die komplett neuen Triebwerke

Besonders viel Arbeit steckt offensichtlich in den beiden Triebwerken.
Mandos N-1 soll in der Serie schließlich bewusst aussehen, als wäre er aus einem alten Naboo Starfighter und verschiedensten Teilen wieder zusammengesetzt worden. Beim klassischen N-1 war das natürlich ganz anders.

Dementsprechend wurden die Triebwerke bei diesem Umbau wieder komplett geschlossen und wesentlich sauberer aufgebaut.
Brixpando beschreibt sie selbst als praktisch wieder „fabrikneu“. 

Vorne haben wir die grauen beziehungsweise silbernen Bereiche und nach hinten geht das Ganze wieder in das kräftige Gelb über.
Gerade die hinteren gelben Spitzen finde ich bautechnisch ziemlich interessant.
Die Elemente sitzen über verschiedene Clips und Winkel an den Triebwerken und ergeben dadurch diese typische langgezogene Form. Das sieht wirklich gut aus, ist aber gleichzeitig auch einer der Punkte, bei denen man merkt:

Das hier ist ein Displaymodell.
Die Konstruktion ist an einigen Stellen etwas empfindlicher. Ins Regal stellen? Perfekt.
Damit einmal quer durchs Zimmer fliegen und dabei die Geräusche selbst machen?
Vielleicht lieber nicht.

Ein UCS-Modell bleibt eben ein UCS-Modell

Das gilt aber im Grunde für das komplette Raumschiff.
Der offizielle 75442 ist bereits ganz klar als großes UCS-Displaymodell gedacht. Das Set besteht aus 1.809 Teilen, ist 67 cm lang, 39 cm breit und 21 cm hoch. Dazu gehört der schwarze UCS-Ständer samt Infotafel. 

Und das Schöne: Auch nach dem kompletten Umbau passt der Naboo N-1 weiterhin auf genau diesen originalen Displayständer. Das bestätigt Brixpando ebenfalls ausdrücklich. 
Dadurch wirkt der fertige Umbau meiner Meinung nach noch einmal offizieller.
Man stellt ihn auf den schwarzen UCS-Ständer und hat eigentlich genau das Set vor sich, das sich viele Fans wahrscheinlich von Anfang an gewünscht hätten.

Auch von unten wirklich sauber

Was mich ebenfalls positiv überrascht hat, ist die Unterseite.
Gerade bei großen LEGO Raumschiffen kann dort schnell einmal die komplette Farbseuche zum Vorschein kommen.
Rot, Blau, Gelb, Grün – Hauptsache die Teile werden irgendwo im Inneren verbaut.
Hier sieht das Ganze aber selbst von unten erstaunlich sauber aus.
Natürlich erkennt man dort wesentlich stärker die Technic-Konstruktionen und die Unterseiten der verschiedenen Elemente, aber farblich bleibt das Modell überwiegend bei Grau, Schwarz, Silber und Gelb.
Auch die Rundungen des Rumpfes und die Übergänge zu den Tragflächen funktionieren von unten ziemlich gut.
Das muss man meiner Meinung nach ebenfalls loben, denn bei einem Modell dieser Größe sieht man die Unterseite zwangsläufig immer mal wieder – spätestens wenn man es auf den Ständer setzt.

Die Minifiguren bleiben vom Originalset

Die Figuren stammen weiterhin aus dem ursprünglichen UCS-Set.
Enthalten sind Din Djarin in seiner Beskar-Rüstung und Grogu. LEGO verkauft 75442 offiziell mit genau diesen beiden Charakteren. 
Din Djarin ist in dieser konkreten Zusammenstellung technisch tatsächlich eine exklusive Variante des Sets. Die einzelnen Elemente sind zwar teilweise schon aus anderen Sets bekannt, die komplette Kombination dieser Figur gibt es so aber nur in 75442. 

Bei Grogu sieht es etwas anders aus.
Er bekommt hier das neuere Körperteil mit der längeren Robe statt des früheren kleinen Standard-Unterteils. Diese Grogu-Version ist allerdings nicht exklusiv für den N-1 Starfighter und taucht mittlerweile auch in anderen 2026er Sets auf. 

Natürlich passen Mando und Grogu thematisch nicht mehr wirklich zum klassischen Naboo N-1 aus Episode I.
Aber sie gehören nun einmal zum ursprünglichen Set und gerade als kleines Stück Geschichte des Umbaus finde ich es trotzdem schön, sie weiterhin dabei zu haben.

Technische Details der Basis

Das ursprüngliche Modell ist der LEGO Star Wars 75442 N-1 Starfighter des Mandalorianers aus der Ultimate Collector Series.

Es besteht aus 1.809 Teilen, enthält 2 Figuren, kostet 249,99 Euro und ist 67 cm lang, 39 cm breit und 21 cm hoch. Das Set richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren und erschien zum Star Wars Day 2026. Der reine Teilepreis der Basis liegt damit bei ungefähr 13,8 Cent pro Teil. 

Für die Brixpando-Naboo-Version kommen knapp 800 Umbau- beziehungsweise Austauschteile hinzu. Das bedeutet allerdings nicht, dass das fertige Modell einfach 1.809 plus 800 Teile besitzt, da ein großer Teil der zusätzlichen Elemente vorhandene Teile des Mando-Modells ersetzt. 

Mein Fazit

Stellt man das offizielle Modell und diese Naboo-Version nebeneinander, sieht man natürlich sofort einen gewaltigen Unterschied.

Und ich muss ganz klar sagen:

Mir gefällt die Naboo-Variante um einiges besser.

Ich finde es grundsätzlich cool, dass Mando genau diesen Starfighter bekommen hat und LEGO daraus sogar ein UCS-Modell gemacht hat.

Aber der klassische Naboo N-1 ist für mich einfach etwas anderes.

Das ist die Version, mit der ich aufgewachsen bin. Dieses knallige Gelb mit dem Silber gehört für mich genauso zu Episode I wie Naboo selbst und hat sich einfach eingebrannt.

Und in diesem Maßstab wirkt das Schiff noch einmal komplett anders.

Es ist groß, imposant und durch die Farbe ein richtiger Hingucker.

Gerade weil gefühlt die Hälfte aller Star-Wars-Raumschiffe irgendwann bei Grau, Dunkelgrau oder Schwarz landet, steht da plötzlich dieses riesige quietschgelbe Raumschiff im Regal.

Und genau das gefällt mir.

Kaum zu glauben, dass LEGO das nicht selbst entworfen hat

Was mich an diesem Modell allerdings am meisten beeindruckt, ist wirklich die Qualität des Umbaus.

Es gibt natürlich einzelne empfindlichere Stellen und hier und da entstehen durch die vielen Winkel kleine Spalten.

Aber wenn man das fertige Modell einfach vor sich stehen hat, fällt kaum etwas davon negativ auf.

Die Proportionen stimmen, die Farbaufteilung funktioniert, die Triebwerke sehen geschlossen aus, der Astromech sitzt wieder dort, wo er hingehört, und selbst von unten wirkt das Ganze ordentlich.

Die wenigsten Nicht-LEGO-Fans würden meiner Meinung nach erkennen, dass dieses Modell gar nicht von einem offiziellen LEGO Designer entwickelt wurde.

Die würden es anschauen und wahrscheinlich einfach sagen:

„Ach, LEGO hat jetzt also den Naboo Starfighter als UCS-Set herausgebracht.“

Und genau das ist für mich das größte Lob, das man so einem Umbau geben kann.

Genau so hätte ich mir einen UCS Naboo N-1 gewünscht

Hätte LEGO das Modell in ungefähr dieser Form offiziell veröffentlicht, wäre es tatsächlich eines der UCS-Sets, bei denen ich ernsthaft überlegen würde, es mir selbst zu holen.
Ich kaufe nicht jedes große LEGO Star Wars UCS-Modell und brauche auch nicht jedes riesige graue Raumschiff in meinem Regal.
Aber so ein klassischer N-1?

Der hätte etwas.
Gerade in diesem Maßstab kommt diese elegante und gleichzeitig etwas außergewöhnliche Form wunderschön zur Geltung.
Und wenn LEGO irgendwann wirklich noch einmal einen offiziellen klassischen Naboo N-1 Starfighter als UCS-Modell herausbringen sollte, müssten sie sich meiner Meinung nach schon an diesem Umbau messen lassen. Patrick beziehungsweise Brix just4me hat hier aus einer bereits sehr guten UCS-Basis etwas gebaut, das für mich persönlich noch einmal wesentlich interessanter ist.
Und wenn man bedenkt, dass dafür fast 800 Teile ausgetauscht beziehungsweise ergänzt und große Bereiche wie Triebwerke, Cockpit, Heck und Unterseite überarbeitet wurden, ist das auch deutlich mehr als einfach nur ein Farbtausch. 

Für mich ein wirklich wunderschönes Modell und definitiv etwas ganz Besonderes in einer LEGO Star Wars Sammlung.

Hier geht es zu seinem YouTube Kanal: https://www.youtube.com/c/Brixjust4me

Jetzt bin ich gespannt: Was haltet ihr von dieser Naboo-Version des UCS N-1 Starfighters?
Gefällt euch das klassische Gelb ebenfalls besser als Mandos silberne Variante?
Und sollte LEGO selbst irgendwann einen richtigen UCS Naboo N-1 aus Episode I herausbringen?

Schreibt mir alles gerne in die Kommentare!

Für den besten LEGO-Preisvergleich schaut beim Brick-Tracker vorbei : https://www.brick-tracker.de/index.php

Autor: Dante

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